Missbrauch: Betroffene an BP Fischer: „Wir werden Ihnen keine Träne nachweinen“

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PM ots 23. April 2016,
Treffen mit Betroffenen verweigert, aber Privatjustiz der Kirche noch schnell mit Goldenem Verdienstzeichen legitimiert.

Wien (OTS) – Bundespräsident Fischer hat kurz vor Ende seiner Amtszeit noch schnell ein würdeloses Zeichen gesetzt und unter Beisein von Kardinal Schönborn die „Klasnic-Kommission“ mit dem „Goldenen Verdienstzeichen der Republik“ ausgezeichnet. www.katholisch.at/aktuelles/2016/04/15/bundespraesident-fischer-ehrt-klasnic-kommission 
Die Kommission hat sich aus Sicht der Betroffenen kirchlicher Gewalt vor allem für den Schutz der Täter engagiert: „Die Klasnic-Kommission wurde von der Kirche eingesetzt, um teure Klagen abzuwenden und Opfer auszuhorchen“, moniert Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. „Sie hat den Opfern Almosen ausbezahlt, ihre intimen Daten klammheimlich mit der Bischofskonferenz geteilt und die Täter gedeckt, anstatt ein Justizverfahren gegen selbige zu unterstützen.“ Und sie habe eine Vernetzung Betroffener verhindert und damit eine zivil- und strafrechtliche Verfolgung massiv erschwert.

Mindestens 16.000 Opfer in Österreich
Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt hat stets eine staatliche Kommission zur Aufklärung der Missbrauchsverbrechen in der r.k. Kirche nach irischem Vorbild verlangt. Dort wurden 15.000 Betroffene mit durchschnittlich 206.000 EURO entschädigt – im Gegensatz zur Klasnic Kommission, der, das zerstörte Leben von rd. 1.600 Betroffenen nur durchschnittlich rd. EUR 14.000 wert war. Die Plattform schätzt, dass wenigstens 16.000 Menschen in Österreich Opfer von sexueller und körperlicher Gewalt durch Kirchenangehörige geworden sind.

Größtes Verbrechen der Nachkriegszeit legitimiert
Im Gegensatz zu Fischer bewies die verstorbene Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hier Anstand und sagte eine PR-Veranstaltung der Klasnic-Kommission im Parlament kurzerhand ab. „Fischer ist da leider anders“, so Rothwangl. Während seiner Amtszeit hat der Bundespräsident Missbrauchsbetroffenen das Gespräch beharrlich verweigert. Die von Kardinal Schönborn eingesetzte Klasnic-Kommission hingegen wurde mehrmals von ihm eingeladen. Damit wurde die Privat-Justiz der röm.-kath. Kirche vom Bundespräsidenten legitimiert. „Herr Bundespräsident, Sie werden uns stets als Vertuschungs-Helfershelfer des größten Verbrechens der österreichischen Nachkriegszeit in Erinnerung bleiben. Wir weinen Ihnen jedenfalls keine Träne nach“, sagt Rothwangl abschließend.

Das erste „Spotlight“: Die Groer-Affäre als historischer Tabubruch

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Profil, 12. 3. 2016  von Josef Votzi

Vor 20 Jahren outete profil den Wiener Kardinal Hans Hermann Groer als Kinderschänder. Der damalige profil-Chefredakteur Josef Votzi über einen historischen Tabubruch.

Kardinal Hans Hermann Groer © APA

Kardinal Hans Hermann Groer
© APA

Boston, 1976. Erste Szene, eine Rückblende. Ein Geistlicher sitzt in einem Polizeigebäude zur Einvernahme. Dialog zwischen zwei an der Untersuchung beteiligten Männern. Der eine fragt besorgt: „Bei Anklage wird die Presse da sein.“ Der andere: „Welche Anklage?“
Schnitt. Der Priester wird durch den Seitenausgang zu einem wartenden Auto gebracht.

Boston 2001. Das Investigationsteam des „Boston Globe“ hat seinen Arbeitsplatz im Keller des Redaktionsgebäudes. Die vier Reporter frönen aber als Einzige dem Luxus, sich ihr Rechercheprojekt sorgfältig auswählen und ein Jahr lang daran arbeiten zu können.


„Spotlight“, 2016 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet, ist eine Hommage an die Tugenden des US-Journalismus: check, recheck, double-check. Und ein Hohelied auf die Ära, als Zeitungsredaktionen noch aus dem Vollen schöpfen. Im Newsroom wimmelt es von nachrichtenhungrigen Journalisten. An der Spitze Blattmacher, die sich der Enthüllung von Skandalen und Aufklärung von Missständen verschrieben haben.
Als beim „Boston Globe“ ein neuer Boss einzieht, beauftragt er sein Aufdeckerteam „Spotlight“ mit der Aufklärung eines Missbrauchsfalls in der katholischen Kirche, über den der „Globe“ bisher nur im Lokalteil unter ferner liefen berichtete.

Zum Artikel:  www.profil.at

 

Türanhänger „STERNSINGER NEIN DANKE“

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(PM) Massive Kritik an “Wirtschaftsfaktor Kirche“ – Auftragsstudie

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-Zahlen für Experten „nicht nachvollziehbar“
-Öffentliche Subventionen und Privatvermögen der Bischöfe wurden übergangen
-Nur 2% des Carits Budgets kommen von Kirche selbst

(Wien, 26.6.2015, PUR) Die Initiative gegen Kirchenprivilegien bezeichnet die heute Donnerstag von IHS und Joanneum Research präsentierten Studie zur vorgeblichen Wertschöpfung als „nicht nachvollziehbar“. “Zwar kommt auch die Studie auf rund 3,5 Milliarden Steuergeld nur für die katholische Kirche – eine Zahl, für die wir seinerzeit heftig kritisiert wurden“, sagt der Kirchenfinanzexperte und Autor Christoph Baumgarten. Gemeinsam mit Carsten Frerk hat er in „Gottes Werk und unser Beitrag“ die Kirchenfinanzen kritisch aufgearbeitet. „aber wie das mit ein paar Handgriffen auf einen Nettozuschuss von 130 Mio. Euro kleingerechnet wird, ist schon abenteuerlich. Zumal hier nicht mal miteingerechnet wird, dass zum Beispiel mit den Ordensspitälern teure Krankenhausinfrastruktur mit öffentlichem Geld in einem Land aufrechterhalten wird, in dem es nach allen seriösen Studien ohnehin schon zu viele Spitäler gibt. Oder: Die Sozialabgaben und Steuern, die der Steuerzahler mit den Lehrergehältern in katholischen Privatschulen mitzahlt, werden auf einmal zur kirchlichen Wertschöpfung“, sagt Baumgarten. Und: „Es gibt außerhalb des öffentlichen Sektors keinen einzigen, der so stark staatlich subventioniert ist wie die anerkannten Religionsgemeinschaften, speziell die katholische Kirche.“

Kirche kostet Steuerzahler Milliarden 
Allein Religionslehrer, konfessionelle Schulen und theologische Fakultäten kosten jährlich 1 Mrd EUR. Auch mit dem sozialen Engagement der katholischen und evangelischen Kirche ist es nicht weit her. „Nur zwei Prozent des Caritas-Budgets kommt von der katholischen Kirche“, sagt Buch Co-Autor Carsten Frerk. Das soziale Engagement, das selbst Kirchenkritiker an der Kirche immer noch schätzen, wird also großteils von den Steuerzahlenden getragen und nicht von der Kirche. „In der Studie wird alles zusammengerechnet, was auch nur irgendwie mit Kirche zu tun hat. Kommerziell, nicht kommerziell, alles eins. Quasi jeder Wanderer, der auch nur an Mariazell vorbeigeht, gilt schon als kirchliche Wertschöpfung. Diese Zahlen sind unseriös und nicht nachvollziehbar. Es ist eben eine Auftragsstudie“ so Baumgarten.  www.ots.at

Mensalien-Vermögen für Österreichs Bischöfe
Verheimlicht  wurden außerdem der umfangreiche Besitz der katholischen Bischöfe, die sog. Mensalien – das sind Vermögensgüter zur freien Verwendung, für welche der Bischof niemandem rechenschaftspflichtig ist. Die Initiative gegen Kirchenprivilegien hat dazu ein umfangreiches Vermögensranking veröffentlicht. Angeführt wird dieses vom Kärntner Bischof Alois Schwarz, der über private Mensalien im Wert von 175 Mio EUR verfügt. Er befindet sich gemeinsam mit Kardinal Schönborn unter den 100 reichsten ÖsterreicherInnen.
www.ots.at
Verschwiegen wird auch der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den Missbrauch tausender Kinder durch Kirchenangehörige verursacht wurde. “Für Arbeitsunfähigkeit, Therapien, Frühpensionen etc. wurde der Staat zur Kassa gebeten. Die Kirche ist jedenfalls kein Gemeinwohlökonomieprojekt” sagt Christian Fiala, Sprecher der Initative gegen Kirchenprivilegien.

www.kirchen-privilegien.at
www.kirchenfinanzierung.at

Presse-Rückfragen: PURKARTHOFER PR, Jakob Purkarthofer, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Filmtipp: Verfehlung

in Filme, Bücher, Musik

VERFEHLUNG erzählt von Freundschaft, Verantwortung, Glauben und Verrat und blickt dabei sowohl ins Innere des Systems Kirche als auch in menschliche Beziehungen. Die herausragenden Darsteller Sebastian Blomberg (Zeit der Kannibalen), Jan Messutat (Hin und weg) und Kai Schumann verkörpern ihre Rollen glaubwürdig und ergänzen das starke Drehbuch somit zu einem intensiven Kinoerlebnis.

“Da schmeißt einer mit Dreck, und es ist nur eine Frage der Menge, ob was hängen bleibt…” Das möchte der katholische Gefängnisseelsorger Jakob Völz gern glauben, als sein bester Freund und Kollege Dominik Bertram wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in Untersuchungshaft genommen wird. Doch was Jakob ahnt, aber nicht wissen will, wird zur Zerreißprobe für seinen Glauben und sein Selbstverständnis.
Quelle: www.verfehlung-film.de

‪Das Schweigen der Männer-Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch‬

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Mehr pädophile Kleriker in katholischer Kirche als bisher angenommen

Die katholische Kirche in Deutschland hat offenbar mehr pädophil geneigte Männer in ihren Reihen als bislang angenommen
Zu dieser Einschätzung kommen namhafte Sexualforscher wie der Berliner Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers und Prof. Klaus M. Beier von der Berliner Charité. Ahlers äußert sich  in der NDR Dokumentation „Das Schweigen der Männer – Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch“.

In Studien über sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche, die die katholische Kirche in Auftrag gegeben hat, gehen Wissenschaftler davon aus, dass „nur“ fünf bis zehn Prozent der Täter tatsächlich auf Kinder bzw. vorpubertäre Jugendliche fixiert seien. Der Hauptteil seien sogenannte Ersatzhandlungstäter, die sich aus Mangel an Kontakten zu Gleichaltrigen an Kindern vergehen. Das allerdings bezweifelt u. a. der renommierte Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers: „Dafür haben wir keine Anhaltspunkte. Im Gegenteil: Psychologisch betrachtet müssen wir davon ausgehen, dass es in der katholischen Kirche überzufällig viele Personen mit problematischer Sexualpräferenz gibt.“ Als Grund nennt Ahlers das „Sexualitätsverbot“ der katholischen Kirche, das eine Anziehungskraft ausübe auf Pädophile, die sich mit einer Kirchenkarriere vor lästigen Fragen schützen wollten.

Zum Artikel: www.cleankids.de

„Vater Unser…“ Neuinterpretation

in Filme, Bücher, Musik

Diesen Song hat uns Dr. Sepp Fennes geschickt

Credits:
Dr. Sepp Fennes vulgo Gottlieb Tausendblum: Text, Komposition, Arrangement, Gesang, Klavier

PM: Betroffene entsetzt: Kardinal Groër ist noch immer Hofrat und Träger des Goldenen NÖ Ehrenzeichens

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LH Pröll hält an Auszeichnung für Pädo-Kardinal fest

(St. Pölten, Wullersdorf, Wien, 29.1.2015, PUR) Der verstorbene Kardinal Hans Hermann Groër ist nicht nur Hofrat, sondern ihm wurde vom Land Niederösterreich im Jahr 1988 auch das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland“ verliehen. Daneben ist Groër auch “Ehrenbürger” der Gemeinde Wullersdorf. Nun fordert die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt die Aberkennung dieser Ehrentitel. „Groër ist der vielfachen sexuellen Misshandlung von Buben beschuldigt und hat sich einer gerichtlichen Klärung durch Rückzug in ein Frauenkloster entzogen“, erklärt Sepp Rothwangl von der Plattform. „Bisher haben wir LH Pröll und den Bürgermeister von Wullersdorf mehrfach vergebens aufgefordert, ein Zeichen gegen sexuellen und Macht- Missbrauch zu setzen und dem Kardinal posthum das Ehrenzeichen zu entziehen. Vom Bundespräsidenten verlangen wir die posthume Aberkennung des Hofrats-Titels“. In der Begründung für die ursprüngliche Titelverleihung heißt es: „Auf seine Initiative geht auch das Aufbaugymnasium der Erzdiözese Wien in Hollabrunn zurück, das er von 1974 bis 1986 als Direktor leitete.“ – „Es entspricht einer Billigung seiner Verbrechen und Verhöhnung der Opfer, dass jener Ort, an dem er Kinder sexuell und seelisch misshandelte, lobend hervorgehoben wird“, empört sich Rothwangl weiter. Doch der ehrenden Titel ist noch lang kein Ende: Wegen seiner Verdienste um die Seelsorge im Weinviertel wurde er 1960 zum „Erzbischöflichen Konsistorialrat“ und 1962 zum „Monsignore“ ernannt. 1973 erhielt er den Berufstitel „Oberstudienrat“, 1985 wurde er vom Bildungsministerium zum „Hofrat“ gemacht. Der päpstliche Titel „Monsignore“ wurde dem Modernisierer Helmut Schüller aberkannt, der pädokriminelle Groër darf ihn hingegen behalten. „Hier entlarvt sich der völlige Werte- und Moralverlust der Kirche“, sagt Rothwangl. „Solange dieser kardinale Fall von Missbrauch und Vertuschung nicht aufgeklärt ist, gibt es keine ernstzunehmende Aufarbeitung in Österreich“

Klasnic Kommission vertuscht
Auch die Klasnic-Kommission nimmt Rothwangl in die Kritik: „Die dem Kardinal Schönborn unterstellte Klasnic Kommission hat durch die Verschleierung von Fakten und die Geheimhaltung von Daten verhindert, dass das ganze Ausmaß der Groërschen Verbrechen ans Tageslicht kommt.“ Die Klasnic-Kommission habe die Vernetzung der Betroffenen verhindert und halte Beweismittel zurück, indem sie diese nicht an die Staatsanwaltschaft sondern an die Bischofskonferenz übermittelt, womit eine historische Aufarbeitung und juristische Verfolgung endgültig verunmöglicht wird.

Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt fordert daher:
1. Errichtung eines Mahnmals gegen die kirchlichen Missbrauchsverbrechen genau vor dem Stephansdom
2. Beweissicherung und historische Aufarbeitung im Fall Groër.

Tag der unschuldigen Kinder: Heute wird Mega-Mühlstein am Wiener Stephansplatz aus Protest gegen kirchliche Missbrauchsverbrechen enthüllt

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Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt verlangen Mahnmal direkt am Stephansdom

Empörung, weil LH Pröll an goldenem Ehrenzeichen für pädokriminellen Groer festhält

muehstein-protest-groer(Wien, 28.12.14, PUR) Einen 300 kg schweren Mühlstein deponiert die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt am 28. Dezember am Stephansplatz. Der 28.12 ist der „Tag der unschuldigen Kinder“ – Gedenktag der ermordeten Kinder von Bethlehem nach Herodes´ Geheiß. Mit der Hinterlegung des Mühlsteins vor dem Stephansdom erinnert die Plattform an die Vertuschung und Verleugnung sexueller, körperlicher und seelischer Gewalt an unschuldigen Kindern durch Kirchenrepräsentanten. Der nunmehr vor dem Stephansplatz angekommene Mühlstein ist bereits weitgereist: Zuerst war er – im kleineren Format – im oberösterreichischen Hohenzell. Dort wurde er von Aktivisten als Gegengewicht neben einer Ehrentafel für den verstorbenen Kardinal Hans Hermann Groer angebracht. Die Ehrentafel, die vom fundamentalistischen Hohenzeller Pfarrer Bauer errichtet worden war, hatte bei Opfern sexueller kirchlicher Gewalt für Empörung gesorgt. Ihr Protest bei Pfarrer Bauer und dann beim zuständigen Linzer Bischof war jedoch ungehört verhallt, weswegen ein 150kg Mühlstein neben der Ehrentafel deponiert wurde, in Anspielung auf ein Bibelzitat aus dem Lukasevangelium an („Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.“, Lukas 17,1-2)

Niederösterreich ehrte pädokriminellen Groer

Nun hat der Mühlstein sein Gewicht verdoppelt und ist vor dem Stephansdom im Herzen Wiens angelangt. Der Umfang des Steins symbolisiert das Ausmaß der Schuld, dass die Kirche mit der langjährigen Vertuschung ihrer Gewalt- und Missbrauchsverbrechen auf sich geladen hat: Opfer werden mundtot gemacht oder mit Almosen abgespeist, Täter beharrlich abgeschirmt: Sie entgehen so einer Verurteilung durch ordentliche Gerichte wie der Fall Groer illustriert: 1995 wurden dessen pädophile Verbrechen öffentlich gemacht, angeklagt wurde er nie. „Bis heute wird der verstorbene Vorgänger Kardinal Schönborns von seinen Anhängern idealisiert und angebetet – mit Duldung der Kirche. Auch der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll verweigert trotz mehrmaliger Aufforderung bis heute die Aberkennung von Groers Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um Niederösterreich. Und das obwohl Groers Straftaten an überwiegend niederösterreichischen Kindern hinreichend dokumentiert sind“ begründet Sepp Rothwangl, Obmann der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt die Aktion.

Mahnmal gegen Vertuschung und Verleugnung

Mit dem großen Mühlstein verleiht die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt ihren Forderungen nach der Errichtung eines offiziellen Mahnmals für die Kirchenopfer das gebührende Gewicht: Denn die Kirche hat durch Einschüchterung und Demoralisierung sowie aufgrund ihrer politischen Machtstellung tausende Betroffene daran gehindert, ihre Peiniger innerhalb der Verjährungsfrist vor Gericht zu bringen. Die Kardinal Schönborn unterstellte Klasnic Kommission hat durch die Verschleierung von Fakten und die Geheimhaltung von Daten verhindert, dass das ganze Ausmaß der Groerschen Verbrechen ans Tageslicht kam. Aktuelle Forderungen der Plattform:

  1. Errichtung eines Mahnmals gegen die kirchlichen Missbrauchsverbrechen genau vor dem Stephansdom.
  2. Beweissicherung und Unterstützung der Betroffenen im Fall Groer.
    Die Klasnic-Kommission verhindert die Vernetzung der Betroffenen und hält Beweismittel zurück, indem sie diese nicht an die Staatsanwaltschaft sondern an die Bischofskonferenz übermittelt.
  3. Einrichtung einer kirchenunabhängigen Kommission zur Aufarbeitung der kirchlichen Verbrechen. Die Klasnic-Kommission wurde von Groer-Nachfolger Kardinal Schönborn eingesetzt und vertritt Kircheninteressen, nicht die Interessen der Betroffenen.
  4. Posthume Aberkennung von Groers Ehrenbürgerschaft sowie seines Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Niederösterreich.

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Hohenzell: Pädo-Kardinal Groer erhält neuen, extraschweren Mühlstein

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Linzer Bischof wird mit Tafel wegen Duldung von Missbrauchsleugnung bedacht

Groer Mahnmal

Groer Mahnmal

(18.12.14, Hohenzell, PUR) „Da die Diözese Linz den Kopf in den Sand steckt, müssen wir selbst aktiv werden“, erklärt Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Und diese Aktivität ist wahrlich gewichtig: 150 kg wiegt jener Mühlstein, der seit heute neben der Gedenktafel für den verstorbenen Kardinal Groer zu bewundern ist. Aus der Mitte des Mühlsteins ragt das Antlitz Groers, in Anlehnung an das Bibelzitat: „Wer aber eines von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, dem wäre nütze, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ (Matthäus-Evangelium 18:6-16).

Bischof Schwarz zeigt keine Einsicht

Die Notwendigkeit der Mühlstein-Platzierung drängte sich anlässlich der Kontroverse um die verharmlosende Gedenktafel für den pädokriminellen verstorbenen Kardinal Groer auf. Diese schmückt seit 1989 die Kirchenwand von Hohenzell. Dagegen hagelte es jedoch Protest von Seiten Betroffener sexueller kirchlicher Gewalt. „Gespräche mit der Diözese Linz blieben jedoch ergebnislos“, bedauert Sepp Rothwangl. Bischof Schwarz habe nichts unternommen, um den Groer-verherrlichenden Hohenzeller Pfarrer Bauer in die Schranken zu weisen und die skandalöse Gedenktafel zu entfernen – sie sollte ursprünglich daran erinnern, dass Groer hier für ungeborene Kinder (sic!) gebetet hat.

Hohenzell braucht ein neues Denkmal

„Aus diesem Anlass haben wir vor vier Wochen dort einen ersten kleinen symbolischen Mühlstein als Berichtigung der Gedenktafel angebracht“, so Rothwangl. Als diese Ergänzung entfernt wurde, rief die Plattform zur großen Mühlstein-Sammelaktion auf. „Wir haben österreichweit großen Zuspruch erhalten und mehrere große und schwere Mühlsteine erhalten“, freut sich Rothwangl. „Einen der Größten haben wir nun in Hohenzell abgeliefert.“ Für die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt ist Hohenzell zum Synonym für die Leugnung und Vertuschung der kirchlichen Missbrauchsverbrechen geworden, „ein passender Ort für ein Mühlstein-Denkmal im Dienste der Wahrheit. Weitere Schritte überlegen wir“, so Rothwangl abschließend.

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