(PM) Zur Adoption gedrängt, Priester noch im Amt, Kardinal Schönborn involviert. Hinweise auf illegale Eizellenentnahme. – Das Video!

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(Hollabrunn, Wien, 10.5.18) Ein Doku-Video mit schockierenden Details ihrer Lebensgeschichte hat Clara D. nun freigegeben – jene Frau, die von einem Priester zweimal geschwängert und zur Adoptionsfreigabe genötigt wurde. Denn Clara D. möchte einiges deutlich machen. Die Erzdiözese Wien leugnet zuletzt, dass Clara der kirchlich geführten Klasnic-Kommission gegenüber den Missbrauch erwähnt hat – was Clara jedoch sehr wohl getan hat, wie sie betont. Überdies seien ihr von der von Kardinal Schönborn persönlich eingesetzten Klasnic-Kommission EUR 1.500.- als „Soforthilfe“ angeboten worden. „Wir haben es hier mit einem Missbrauchsfall zu tun, der an Abscheulichkeit den Fall Groer sogar noch übersteigt. Insbesondere die vom Opfer glaubhaft geschilderte erzwungene Eizellenentnahme im Rahmen monatlicher gynäkologischer Eingriffe (könnten ein bisher nie dagewesenes Verbrechen im kirchlichem Umfeld darstellen“, so Sepp Rothwangl, Obmann der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt. Die Plattform hat letzte Woche diesen jüngsten Kirchenskandal aufgedeckt. Zuvor hatte die Erzdiözese Wien (nachdem mehrere Medien schon recherchiert hatten), den Fall selbst bekanntgegeben müssen, dabei allerdings wesentliche Fakten ausgelassen, offensichtlich um zu verharmlosen.

Erschreckende Details
Außerdem spricht die Erzdiözese von einer „Affäre ohne strafrechtliche Relevanz“. Doch Gewalt ist keine Liebesbeziehung, wie nun auch die Österreichischen Frauenhäuser in einer Aussendung klarstellen.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180507_OTS0015/sexueller-missbrauch-ist-gewalt-und-niemals-eine-liebesaffaere
Im Video beschreibt Clara die Details des lange andauernden Missbrauchs durch Kaplan V. in Hollabrunn, der sie mehrfach geschwängert und die Zwillings-Kinder sogar amtlich anerkannt hat. Sie wurde dann laut ihren Angaben von der Kirche bzw. von Kardinal Schönborn zur Adoptionsfreigabe genötigt und hat in den darauffolgenden Jahren immer wieder versucht, Kontakt mit ihren Kindern aufzunehmen und die Adoption wieder rückgängig zu machen – ohne Erfolg. Nun äußerte die schwer verängstigte Frau gegenüber der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt, dass sie von einem Kirchenmitglied u.a. mit Klagsdrohungen eingeschüchtert werde, denn man möchte offensichtlich verhindern, dass Clara sich weiterhin an die Medien wendet.

Das Video: https://vimeo.com/268805262
Spendenaufruf: Solidarische Unterstützung für Clara bitte mit dem Verwendungszweck „Clara“ kennzeichnen
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Missbrauch an Minderjähriger durch Priester ist keine “freiwillige Beziehung“

in Allgemein, Pressemeldung

Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt ist schockiert von der verharmlosenden Darstellung Schönborns.
Hollabrunn, Wien (OTS) – Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung. So geschieht es nun auch im von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt aufgedeckten Fall von Clara D., die von einem Priester geschwängert wurde. Mit 16 wurde sie laut ihren Angaben von Kaplan V. in der Klosterschule im Beichtstuhl zum Oralverkehr gezwungen und dann über längere Zeit missbraucht. Mit 17 war sie schwanger, da wurde sie – nach ihren Angaben – genötigt, die Zwillinge zur Adoption freizugeben. 

Täter-Opfer Umkehr 

Doch die Erzdiözese Wien, die bereits damals, 1995, in die Vertuschung involviert gewesen zu sein scheint, bezeichnet nun die Geschehnisse als „Affäre“ und deutet an, das Mädchen selbst hätte den Kaplan verführt – die Handlungen seien daher auch nicht strafbar gewesen. „Wir machen uns Sorgen um tausende Kinder in kirchlichen Schulen, wenn Kardinal Schönborn nichts dabei findet, dass ein Beichtvater eine minderjährige Schülerin schwängert“ so Plattform-Sprecher Sepp Rothwangl. Das als “Affäre“ zu verharmlosen, sei eine zynische Täter-Opfer Umkehrung, denn es gehe um Ausnützung eines Autoritätsverhältnisses bei einem vorbelasteten jungen Mädchen. Die damals Minderjährige hatte bereits eine Missbrauchsvorgeschichte, die im katholischen Erziehungsheim bekannt war. 

Hat Schönborn Mädchen zur Adoptionsfreigabe gedrängt?

„Wenn der Kardinal jetzt ankündigt, der Frau helfen zu wollen, dann ist das eine reichlich späte Einsicht“, so Rothwangl. Immerhin sei er persönlich involviert: Die damals Minderjährige sagt ja aus, dass Schönborn persönlich sie 1995 zur Adoptionsfreigabe gedrängt habe. Wenn der Kardinal weiter behauptet, der Priester hätte sich nie mehr mit „Minderjährigen“ etwas zu schulden kommen lassen, bleibt hier Raum für Spekulationen. „Zumindest hat er Clara nach ihren Angaben nochmals geschwängert, was zu einer Drillingsschwangerschaft führte. Unerträglich sei auch, dass der Mann weiterhin für die Kirche tätig sein durfte, bis heute sogar Jugendliche betreut. 
Plattform lässt strafrechtliche Relevanz prüfen 

Die Plattform prüft jetzt die strafrechtliche Dimension des aktuellen Falls, insbesondere auch, was die Angaben des Opfers bzgl. der erzwungenen Eizellentnahme betrifft. Die Betroffene berichtet sie und andere Schülerinnen hätten monatlich zu „schmerzhaften Untersuchungen“ zu einem Gynäkologen gezwungen worden. Dieser hätte die Entnahme von Eizellen bestätigt, mit der Begründung „auch andere Frauen möchten Kinder“. Ferner wurden lt. Clara sie und andere Mädchen gezwungen, täglich Hormontabletten einzunehmen. Eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke würde auch die absolut ungewöhnlichen zwei Mehrlingsschwangerschaften innerhalb eines Jahres bei der jungen Frau erklären (Zwillingsschwangerschaft, mit 17 Jahren mittels Kaiserschnitt entbunden, Drillingsschwangerschaft im Alter von 18 Jahren beendet). 

Vorgeschichte

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Fortsetzung möglich. 
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Als Minderjährige von Pfarrer geschwängert: Eine Frau klagt an

in Betroffene berichten, Missbrauch, Pressemeldung

Klosterschülerin im Erziehungsheim sexuell misshandelt, verprügelt, geschwängert und zur Adoptionsfreigabe gezwungen. Kardinal Schönborn schützte den Täter – er ist bis heute in kirchlicher Jugendarbeit in Wien aktiv. Schlimmer Verdacht: Wurden Schülerinnen ohne deren Wissen Eizellen entnommen?

(Hollabrunn, Wien, 4.5.18) Clara (Name geändert) wurde schon als Kind sexualisierte Gewalt angetan. In Bulgarien geboren und von ihrem Stiefvater jahrelang misshandelt, flüchtete sie mit ihrer Mutter nach Österreich. Mit 13 kam sie nach längerem Martyrium ins Schwesternkloster Hollabrunn. Clara konnte kein Deutsch, aber alle wussten bald, dass sie sexuelle Gewalt erlitten hatte. Sie galt als Freiwild und musste –nach ihren Angaben- dem dortigen Kaplan V. sexuell zu Diensten sein. Schon bei der ersten Beichte soll er übergriffig geworden sein, erinnert sich Clara: „Der Kaplan sagte mir, dass Gott mir meine Kindersünden nur vergibt, wenn ich ihn im Beichtstuhl oral befriedige.“ So ging es dann unter Drohungen und Einschüchterungen jahrelang weiter.

Gynäkologische Experimente mit Minderjährigen?
Viel Sonderbares passierte in diesem Kloster: Alle jungen Mädchen mussten monatlich zur frauenärztlichen Untersuchung, „es war sehr schmerzhaft“, erinnert sich Clara. „Wir brauchen eure Eier, auch andere Frauen möchten schwanger werden“, soll der Gynäkologe gesagt haben. Der Verdacht liegt nahe, dass den Mädchen Eizellen entnommen wurden, denn sie mussten im Kloster dann täglich unter Aufsicht einer Klosterschwester Tabletten schlucken, wahrscheinlich Hormone. „Ihr sollt weiter fruchtbar sein“, sagte man zu ihnen. Ahnungslose Klosterschülerinnen als Versuchskaninchen oder Eizellenspenderinnen also? Der Umstand, dass sie dann Zwillinge gebar und später auch eine Eileiter-Schwangerschaft mit Drillingen (Anm: auch hier soll nach ihren Angaben der Priester wieder der Vater gewesen sein) hatte, sei ein starker Hinweis auf hormonelle Stimulation, erklärt dazu der Gynäkologe DDr. Christian Fiala.

Hochschwanger verprügelt
Mit 17 stellte sich bei einer dieser monatlichen frauenärztlichen Untersuchungen heraus, dass Clara mit Zwillingen schwanger war. Danach schlug sie Nonne G. angeblich so lange, bis die Fruchtblase platzte. „Sie wollten, dass ich eine Totgeburt erleide“, glaubt Clara. Klosterschwester G. habe zu ihr gesagt, es sei besser wenn die Kinder sterben, sonst bringe es dem Kloster nur Schaden. Wobei ein Abbruch ebenfalls verboten war. Clara erlitt eine Frühgeburt, aber ihre beiden Mädchen (Geburtsgewicht 2090 g) überlebten. Unter dem Druck des Klosterheimes wurde der Kaplan vom Jugendamt befragt und gab die Vaterschaft zu. Ein von ihm unterschriebenes Dokument liegt vor. „Beruf: Priester, Adresse: Pfarrhof“ steht auf dieser amtlichen Vaterschaftsanerkennung.

Unterstütze Schönborn erzwungene Adoptionsfreigabe?
In dieser Krisensituation ging eine Schwester mit Clara zu Kardinal Schönborn. Dieser sagte angeblich, das Mädchen sei „selbst schuld, da sie den Kaplan verführt hat“. Statt sie zu unterstützen, vergrößerte er die Not: Clara fand sich in einer kleinen Wohnung mit ihren Zwillingen wieder, man brachte ihr ein wenig Essen zum Überleben und drängte sie, ihre Mädchen zur Adoption freizugeben. Weit besser erging es dem Kindesvater: Schönborn versetzte den Kaplan von Hollabrunn in den Süden Niederösterreichs, wo er eine eigene Pfarre erhielt. Für seine Töchter kam er nicht auf.

Einbürgerung im Eilverfahren
Unter dem Druck des Jugendamtes stimmte Clara schließlich der Adoption zu. Im Schnellverfahren wurde ihr dann mit den Zwillingen von der niederösterreichischen Landesregierung die Staatsbürgerschaft gebührenfrei verliehen – ohne dass Clara jemals einen solchen Antrag gestellt hatte. So beschleunigte sich das Adoptionsverfahren und Kirche sowie Priestervater entledigten sich der Unterhaltspflicht für Mutter und Kinder.

Clara wollte Mama sein
Clara kämpfte in den nächsten Jahren um ihre Kinder, sie wollte sie zurück. Man riet ihr, zu heiraten, so habe ihr Antrag mehr Erfolgschancen. Clara schloss eine übereilte Ehe, doch die Kindesrückgabe wurde ihr trotzdem verwehrt: laut Behörde war dann schon zu viel Zeit vergangen. Fotos ihrer Mädchen, um die sie wiederholt gebeten hatte, wurden ihr erst acht Jahre später ausgehändigt – angeblich, weil Claras Adresse unbekannt war. Heute ist sie 41, hat einen Selbstmordversuch hinter sich, war in psychiatrischer Betreuung und erhält eine Invaliditätsrente.

Schandtaten des Klerus mit Billigung von Behörden und Justiz
Sepp Rothwangl, Obmann der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, an die sich Clara wandte und die den Fall nun an die Öffentlichkeit bringt, ist empört: „Laufend kommen Schandtaten des Klerus ans Licht. Es ist, als hätte eine perverse Sekte Zugriff auf die Schwächsten unserer Gesellschaft. Staat, Behörden sowie Justiz schauen zu und helfen beim Vertuschen.“ Einmal mehr fordert Rothwangl eine unabhängige Kommission zur Aufklärung der katholischen Missbrauchsverbrechen.

Und was wurde aus dem Täter, dem Vater der Zwillinge? Vladimir H. war in Niederösterreich bis 2016 Priester, nun ist er in einer Wiener Pfarre für multikulturelle Jugendarbeit zuständig.

Für den Inhalt verantwortlich: Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt

PURKARTHOFER PR, Mag. Jakob Purkarthofer, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at, www.purkarthofer-pr.at

Sexuelle Gewalt in Kremsmünster: Stift lehnt jede Verantwortung ab

in Missbrauch, Pressemeldung

Verurteilter Priester habe „außerhalb der Schulzeit agiert“ und sei stets als „korrekt“ bekannt gewesen. Steuerzahler soll für den Schaden aufkommen.

(Steyr, Kremsmünster, 4.5.18, PUR) Über 30 Jahre hat „Pater Alfons“ August Mandorfer mindestens 24 Schüler im Internat des Stift Kremsmünster sexuell gefoltert und sadistisch verprügelt und wurde dafür zu einer 12jährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die er derzeit verbüßt. Doch das Stift Kremsmünster weist jede Schuld von sich – jetzt, wo es um Schadensersatzforderungen eines ehemaligen Schülers geht, der grausamste Vergewaltigung und Schläge über sich ergehen lassen musste. In der Urteilsschrift von 2013 wurde die sexuelle Gewalt des Priesters August Mandorfer am Kläger beschrieben: „…indem er wiederholt an ihm den Oralverkehr bis zur Ejakulation durchführte, während er ihm zum Teil einen 10 bis 15 cm langen und 1 cm dicken Gegenstand in den Anus einführte und hin- und her bewegte (…) und mit seinem Penis in den Anus des Schülers einzudringen versuchte (..)“ Weiter werden „Stereowatschen“ und „sadistisch motivierte Züchtigungen mit einem Ochsenziemer“ erwähnt.

Stift Kremsmünster verweigert Schadenersatz und Verantwortung

Das dazu beklagte Stift betont nun in der Klagsbeantwortung, „der verurteilte Priester Dr. Mandorfer sei der kirchlichen Schulleitung stets als korrekte Persönlichkeit bekannt gewesen“. Man würde damals sofort gehandelt haben, wären die Gräueltaten bekannt gewesen. Das Stift weist jede Schuld von sich und ist auch nicht zur Zahlung von Schadenersatz bereit. Dabei leidet der klagende Schüler so wie viele seiner ehemaligen misshandelten Kameraden heute unter massiven psychiatrischen Störungen. Doch die Übergriffe seien ja „außerhalb der Schulzeit erfolgt“, rechtfertigt sich Stift Kremsmünster. Es plädiert darüber hinaus auf Verjährung und verweist auf das Öffentlichkeitsrecht der Schule Kremsmünster: „Wenn überhaupt, dann ist die Republik zu klagen“, mit diesen Worten möchte das Stift die Forderungen des ehemaligen Zöglings dem Steuerzahler auflasten.

Statt Gerechtigkeit kommt Verjährung

„Es ist immer das Gleiche“, sagt Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. „Zuerst wird weggesehen und vertuscht. Die Betroffenen von damals, sofern sie überhaupt die Kraft aufbringen sich zu melden, werden mit läppischen Gestenzahlungen der kircheneigenen Klasnic-Kommission abgespeist. Wenn aber dann jemand Gerechtigkeit vor einem ordentlichen Gericht einfordert, soll auf einmal jede perverse Schandtat verjährt sein oder gar der Steuerzahler dafür aufkommen.“
Nächsten Dienstag beginnt die erste Schadenersatz-Verhandlung im LG Steyr.

Zur Klage: www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180328_OTS0041/missbrauch-klage-gegen-stift-kremsmuenster-eingebracht

Missbrauch: Klage gegen Stift Kremsmünster eingebracht

in Pressemeldung, Prozesse

Ordensleitung setzte Schüler dem bekannten Pädokriminellen Pater Alfons aus.
Kremsmünster, Steyr (OTS) – Klage gegen das Stift Kremsmünster erhebt ein ehemaliger Internatsschüler nun beim Landesgericht Steyr. Christoph (Name geändert) war 1987 bis 1996 Internatsschüler im Stiftsgymnasium Kremsmünster. Er wurde neben zahlreichen anderen Schülern Opfer sexueller Übergriffe des Dr. August Mandorfer („Pater Alfons“), der dort Mönch, Lehrer und Internatsleiter war.

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DIE KINDER LASSEN GRÜSSEN

in Filme, Bücher, Musik, Veranstaltung

Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Betroffenen.

Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf – unter anderen führen uns zwei Geschichten nach Seekirchen am Wallersee. Ein beklemmender Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit. Der unaufgearbeitete Missbrauch bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft, ermöglicht durch ein Milieu der Unterdrückung und der Gottesfürchtigkeit. Eine Anklage, die sprachlos macht, aber auch Hoffnung: „Ich habe alles gesagt, ich bin jetzt kein Opfer mehr“, sagt einer der Protagonisten des Films.

Fr., 13. April 2018, 20 Uhr

Kulturhaus Emailwerk Seekirchen
Anton-Windhager-Straße 7             
Eintritt freie Spende

Die Kinder lassen grüßen, Dokumentarfilm (A) 2016
Regie & Kamera: Patricia Josefine Marchart
Moderation: Sonja Pasch, Gerhard Hintenberger
Betroffene: Anita Ossinger, Inge Killmeyer, Georg Prader, Paula Neunlinger, Klaus Oberndorfer

www.die-kinder-lassen-gruessen.at
www.facebook.com/kindergruesse

Deutscher Partnerverein hilft seit 25 Jahren

in Allgemein, Pressemeldung

Unser deutscher Partnerverein und Vorbild feiert sein 25-jähriges Bestehen!
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und gute Zusammenarbeit, wie im Fall der Aufdeckungen im Stift Klosterneuburg.

Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt richtet Anlaufstelle für ÖSV-Opfer ein

in Missbrauch, Pressemeldung

Folgt ÖSV-Präsident Schröcksnadel mit Waltraud Klasnic dem Vertuschungsmodell von Kardinal Schönborn?

(Wien, 28.11.17, PUR) Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt warnt alle Betroffenen sexueller Übergriffe im ÖSV vor dem Gang zur kirchlichen Opferschutzeinrichtung unter der Leitung von Waltraud Klasnic. Erstes Ziel dieser sogenannten „Anwaltschaft“ ist, Schaden von der Kirche abzuwenden und eine Aufklärung möglichst zu verhindern. Unzählige Betroffene sind mit „kirchlichen Almosen“ abgespeist worden, wurden schwer enttäuscht und vielfach retraumatisiert. Der kirchliche „Opferschutz“ agiert machtbewusst nur im Sinne der Kirche und verhindert so, dass sich Betroffene untereinander vernetzen, Serientäter ausgeforscht werden können und die Verjährung durchbrochen wird.

Unabhängige Betroffenen-Plattform

Die unabhängige Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, geführt von erfahrenen Peers und betreut von ExpertInnen, hat seit ihrem Bestehen viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen bei den Anliegen von Betroffenen sexueller Gewalt und Machtmissbrauch aufgebaut und ist zum öffentlichen Mahner geworden, wenn es um Gewalt in Institutionen geht. U.a. ist die Filmdokumentation „Die Kinder lassen grüßen“ www.die-kinder-lassen-gruessen.at entstanden. Die Plattform hat jetzt eine eigene Anlaufstelle für die Betroffenen sexualisierter Gewalt im ÖSV eingerichtet:

ÖSV-Opfer-Hotline: 0660-566 51 58, info@betroffen.at

Die Kinder lassen grüßen

in Export, Filme, Bücher, Musik, Veranstaltung

Ein Dokumentarfilm über emotional und körperlich misshandelte Minderjährige in kirchlichen Einrichtungen.

 

Mo., 20. November 2017, 19 Uhr
Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz Krems
3500 Krems, Langenloiserstraße 4

 

Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Betroffenen.
Eintritt freie Spende

Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, auch ihre Familien erfahren zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Ein beklemmender Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit. Der unaufgearbeitete Missbrauch bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft, ermöglicht durch ein Milieu der Unterdrückung und der Gottesfürchtigkeit. Eine Anklage, die sprachlos macht, aber auch Hoffnung: „Ich habe alles gesagt, ich bin jetzt kein Opfer mehr“, sagt einer der Protagonisten des Films.

Dokumentarfilm (A) 2016
Regie & Kamera: Patricia Josefine Marchart
Moderation: Sonja Pasch, Gerhard Hintenberger
Betroffene: Georg Prader, Klaus Oberndorfer, Sepp Rothwangl

PM Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt: Präsident Van der Bellen soll Konkordat mit Papst neu verhandeln.

in Allgemein, Export, Pressemeldung

Brief und Missbrauchs-Doku für Vatikan Chef übergeben

(Wien, 15.11.17, PUR) Die Aufhebung des Konkordats sowie die Behandlung aktueller Kirchenmissbrauchsfälle, das sind die Forderungen der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt an den Papst. Anlässlich des Zusammentreffens von Präsident Van der Bellen mit dem vatikanischen Staatsoberhaupt Franziskus übergab die Plattform dem Präsidenten im Vorfeld einen offenen Brief. Darin wird dieser ersucht, die Kündigung und Neuverhandlung des Konkordats mit dem Heiligen Stuhl zu ventilieren. “Denn dieser Vertrag aus faschistischer Zeit ist nicht mehr zeitgemäß, kostet dem österr. Steuerzahler Milliarden und verhindert zudem die Prävention von sexuellen Misshandlungen durch Kleriker an Kindern und leistet deren Vertuschung Vorschub. Dagegen zu wirken ist schließlich ein Hauptanliegen des gegenwärtigen Pontifikats”, so Sepp Rothwangl, Sprecher der Plattform.

Darüber hinaus ersucht die Plattform, Aufklärung in folgenden Missbrauchsfällen zur Chefsache zu erklären:

1. Die innerkirchlichen Ermittlungen gegen den katholischen Priester Wolfgang V. (Bistum Oradea/Bistum Würzburg) und dessen Förderer im Stift Klosterneuburg.

2. Der Fall des österreichischen Staatsbürgers Walter N., an dem im Kloster Fischingen als Kind Medikamentenversuche durchgeführt wurden, an denen er heute noch leidet, und das Kloster und die Schweizer Diözese Basel sich dazu in Schweigen hüllt. Dieser Fall ist auch im beiliegenden Film Thema.

3. Der Fall von Jürgen K., der als Kind durch sexuelle Misshandlungen lebenslang schwer erkrankt ist, dessen Täter ein Salesianerpater nun offensichtlich im Bistum Essen versteckt wird, und dessen Fall der Glaubenskongregation übergeben wurde.

Auch die Filmdoku „Die Kinder lassen Grüßen“ („The Children Send Their Regards“) mit englischen Untertitel, in dem Betroffene über ihr Missbrauchs-Schicksal berichten, das ihnen in der Kindheit durch Kleriker widerfahren ist, wird als CD übergeben. Die Unterlagen wurden gestern im Büro von Van der Bellen überreicht.

www.die-kinder-lassen-gruessen.at

Presse-Rückfragen: PURKARTHOFER PR, Mag. Jakob Purkarthofer, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.atwww.purkarthofer-pr.at

  • ÖSV-Opfer-Hotline

  • Missbrauch melden!

    Melden Sie uns kirchliche Missbrauchstäter, ihre Helferhelfer und Vertuscher. Gerne auch anonym.
    vernetzung@betroffen.at

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    Jede Spende hilft, Betroffenen zu helfen und das ganze Ausmaß der kirchlichen Verbrechen sichtbar zu machen.
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