Erste deutsche Übersetzung des UN-Berichtes über die Rechte des Kindes

in Missbrauch, UN

Die Übersetzung dieses UN-Berichtes ist eine Initiative von:

© United Nations (for the original text)
Genehmigung zur Übersetzung: Vereinte Nationen (New York) • März 2014
Nichtamtliche Übersetzung • Unofficial translation
Die Verantwortung für die Übersetzung liegt alleine bei www.betroffen.at und www.konfessionsfrei.at
Die vorliegende Übersetzung wurde in Einklang mit den Empfehlungen des Ausschusses erstellt, für eine möglichst weite Verbreitung des Übereinkommens, seines Inhalts und der periodischen Staatenberichte in verschiedenen Sprachen Sorge zu tragen.

Der UN-Bericht vom 31.Jänner 2014 über die Rechte des Kindes geht darin explizit auf die Versäumnisse des “Hl. Stuhls” hinsichtlich der Umsetzung der Empfehlungen in Bezug auf sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern ein.

Originalbericht der UN-Kommission in englisch: document pdf
Hier die erste von den Vereinten Nationen genehmigte deutsche Übersetzung des UN-Berichtes: UN-Bericht DE (2014-03-28) pdf

Die spirituellen Fallschirmjäger des Vatikan

in Betroffene berichten, Missbrauch

zeit online, 20. April 2014 von Kai Biermann

Weißer Chormantel, Dornenkrone mit weißem Schleier – Schwestern der Gemeinschaft "Das Werk" beim Gebet | © Illustration Evelyn Schubert

Weißer Chormantel, Dornenkrone mit weißem Schleier – Schwestern der Gemeinschaft “Das Werk” beim Gebet | © Illustration Evelyn Schubert

Eine Frau sucht im Kloster des Ordens “Das Werk” Geborgenheit. Sie findet sektenartige Strukturen, wird sexuell missbraucht und ein Opfer religiösen Fundamentalismus.

Manche reisen nach dem Abitur in die Welt, manche suchen sich eine Lehrstelle, viele studieren. Klara geht ins Kloster. Es ist das Jahr 2003. Der Krieg im Irak hat gerade begonnen, in Österreich regiert zum zweiten Mal die FPÖ mit, Arnold Schwarzenegger wird Gouverneur in Kalifornien. Für Klara ist das alles fernes Rauschen. Viel lauter ist eine Stimme in ihr, die sagt, sie sei berufen. Klara ist neunzehn Jahre alt.

Sie ist in Süddeutschland aufgewachsen, mit sechs Geschwistern und der Überzeugung, dass die Kirche Halt und Trost gibt. “Seit ich sechzehn war, wollte ich Nonne werden”, sagt sie. Heute will sie davon erzählen, um andere zu warnen. Es war ein Wunsch, an dem sie fast zugrunde ging.

Zum Artikel: www.zeit.de/

Tagungsort der Bischofskonferenz ist Beleidigung der Opfer

in Presse

(Wien, Admont, 26.3.14, PUR) “Die Wahl des Tagungsortes Stift Admont ist für die Betroffenen kirchlicher Gewalt ein Affront und zynisch” ärgert Sepp Rothwangl, Obmann Betroffener kirchlicher Gewalt. Zur Frühjahrsvollversammlung treffen sich die österreichischen Bischöfe ausgerechnet im Stift Admont, gegen das derzeit ein gravierender Prozess wegen sexueller Misshandlungen durch zwei Patres läuft. “Die Bischöfe treten dort zwar rührselig für den Schutz des ungeborenen Lebens auf, während das Stift Admont eine angemessene Entschädigung der dort schwer sexuell misshandelten Ex-Zöglinge ablehnt und mit Justiztricks den laufenden Missbrauchsprozess zu verschleppen versucht und die Verantwortung auf den Staat abwälzen möchte. Besonders würdelos findet Rothwangl den Umstand, dass die beiden dort anwesenden Top-Kleriker (Kardinal Schönborn und Bischof Kapellari) seit 2010 über die rituellen Vergewaltigungen von Heimkinder dort umfassend informiert waren. Trotzdem durften die beiden beschuldigten pädokrimminellen Priester im Amt bleiben. Erst kurz vor Prozessbeginn wurden die Beschuldigten dann -in allen Ehren- pensioniert.

Bischofskonferenz_Admont_2014

Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Stift Admont 2014
Die österreichischen Bischöfe kommen vom 24. bis 27. März 2014 in Stift Admont zu ihrer traditionellen Frühjahrsvollversammlung zusammen. www.bischofskonferenz.at

UNO: Kirche setzt Kinder “hohem Risiko” aus

in Missbrauch, UN

hpd, 6.2.2014, von Christoph Baumgarten

WIEN. (hpd) Das Kinderrechtskomitee der UNO erhebt schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche. Bis heute habe der Heilige Stuhl das Ausmaß an Kindesmissbrauch und struktureller Gewalt an Kindern nicht anerkannt und setze Kinder bis heute einem “hohen Risiko” aus.
Dutzende Pfarrer, die sich an Kindern vergangen haben, sind nach wie vor im Dienst, kritisiert das Kinderrechtskomitee der UNO. Und sie haben nach wie vor Kontakt zu Kindern. Die Kirche setze so “Kinder in vielen Ländern einem hohen Risiko von sexuellem Missbrauch aus”.

Es sind deutliche Worte, die das Kinderrechtskomitee der UNO in seinem Bericht an den Heiligen Stuhl richtet. Deutlich vor allem, wenn man die diplomatisch-juristische Sprache bedenkt, in der das 16-seitige Dokument geschrieben ist. Dieses Risiko, so das Komitee, sei Ergebnis der jahrzehntelangen Praxis, bekannte Kinderschänder von Pfarre zu Pfarre zu versetzen.

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Uno-Bericht zu Kinderrechten in der Kirche: Katalog der gelebten Doppelmoral

in Missbrauch, UN, Video Beitrag

spiegelonline.de, vom 5.2.2014 von Barbara Hans
Die Uno kritisiert die katholische Kirche für ihren Umgang mit Kindern – insbesondere Missbrauch, Vertuschung, Züchtigung. Das Fazit: Der Vatikan schütze seinen Ruf, nicht die Rechte Minderjähriger. Der Report ist eine weltliche Abrechnung mit der kirchlichen Doppelmoral.
Hamburg – Es ist ein Aufeinanderprallen zweier Welten: Die Vereinten Nationen, gegründet, um den Weltfrieden zu sichern – und die Weltkirche, die seit jeher Sonderrechte pflegt und verteidigt, vor allem gegen einen sich wandelnden Zeitgeist. Die Vereinten Nationen haben dem Vatikan in ihrem aktuellen Bericht zu Kinderrechten ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der Kirchenstaat sei vor allem darauf bedacht, sich selbst zu schützen – nicht aber die Kinder in seiner Obhut. Schadensbegrenzung heißt aus Sicht der katholischen Kirche demnach, Schaden von der eigenen Reputation abzuwenden.
Das Uno-Komitee für die Rechte des Kindes hält der Kirche einen weltlichen Spiegel vor. Sein Bericht leistet nicht weniger, als die Doppelmoral der Kirche zu enttarnen. Er zeigt Punkt für Punkt auf, wie die Kirche den Schutz der Schwachen versäumt und sich zur Rechtfertigung hinter Glaubensgrundsätzen verschanzt.

Video
Die Vereinten Nationen haben den Vatikan wegen Tausender Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch in der Kirche aufgefordert, sich von überführten oder verdächtigten Priestern zu trennen. Diese müssten umgehend aus ihren Ämtern entfernt und den staatlichen Behörden überstellt werden.

Zum Artikel: www.spiegel.del

ZDF Morgenmagazin zum UN-Bericht gegenüber Vatikan vom 6.2.14

in Missbrauch, UN, Video Beitrag

Video

Missbrauchsskandal: Uno wirft Vatikan mangelnde Aufklärung vor

in Missbrauch

spiegel.de, 16.1.2014

In Genf hat das Uno-Komitee für die Rechte des Kindes Vatikan-Verteter zum Missbrauchsskandal befragt. Der Kirchenstaat weigert sich, einen geforderten Bericht vorzulegen. Doch Botschafter Tomasi beteuert ein weltweit entschlossenes Vorgehen.

DPA Vatikan-Botschafter Tomasi: Anhörung in Genf

DPA
Vatikan-Botschafter Tomasi: Anhörung in Genf

Genf – Das Uno-Komitee für die Rechte des Kindes hat das Verhalten des Vatikans in dem Missbrauchsskandal kritisiert, der seit Jahren die katholische Kirche erschüttert. Der Kirchenstaat müsse mehr Informationen über die getroffenen Maßnahmen zur Prävention von Kindesmissbrauch geben, forderte die Vorsitzende des Gremiums, Sara Oviedo. “Welche Änderungen beim Verhaltenskodex wurden getroffen, um sexuellen Missbrauch zu verhindern? Welche Strafen wurden gegen Priester verhängt, deren Verhalten unangemessen war?”, fragte Oviedo.
Der Vatikan weigert sich, einen vom Uno-Komitee geforderten Bericht zu Einzelheiten des Kindesmissbrauchs innerhalb der katholischen Kirche in den vergangenen Jahren vorzulegen.
Zum Artikel: www.spiegel.de

VON DER STEPHANSKIRCHE ZUM PARLAMENT

in Missbrauch, Veranstaltung

heimkinder-aktiv-community

Morgen, am Mi., 18. Dez. ab 15:00 findet eine behördlich angemeldete Demo gegen sexuelle, psychische, physische und institutionelle Gewalt an Kindern statt.
Dort am Standplatz der “Kardinalsfigur” am Graben werden Stellungnahmen verlautbart.

Der Demo- Zug geht ab 16:00 vom Graben über Albertina zum Parlament.
Bitte um zahlreiche Teilnahme!

Missbrauch: Pater ab Montag vor Gericht

in Missbrauch, Prozesse

diepresse.com, 9.11.2013
Der Priester soll einem jungen Mann unter anderem K.o.-Tropfen verabreicht haben, um sich dann an ihm zu vergehen.

Landesgericht WIENER NEUSTADT / Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Landesgericht WIENER NEUSTADT / Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Am Landesgericht Wiener Neustadt muss sich ein Pater ab Montag vor einem Schöffensenat verantworten. Dem Geistlichen werden u.a. Vergewaltigung, geschlechtliche Nötigung, sexueller Missbrauch einer wehrlosen Person, Körperverletzung und beharrliche Verfolgung zur Last gelegt. Drohender Strafrahmen: fünf bis 15 Jahre Haft. Der Beschuldigte wies bisher alle Vorwürfe von sich. Weitere Verhandlungstage sind am 15., 20. und 21. November.
Zum Artikel: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1474468/Missbrauch_Pater-ab-Montag-vor-Gericht?_vl_backlink=/home/index.do

Morgen beginnt Missbrauchsprozess gegen Stift Admont

in Missbrauch, Prozesse

-Bischof Kapellari hat Beschuldigte schnell noch pensioniert
-Nun kamen auch mehrere Schülerselbstmorde ans Tageslicht

(Admont, Wien, 16.9.13, PUR) Bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen, Kiefer ausgerenkt, hunderte Male schwere Prügel und häufige rituelle Vergewaltigungen: Die beschuldigten Priester sollen in den siebziger Jahren in Stift Admont unfassbare Grausamkeit haben walten lassen. Als einer der Betroffene einmal versuchte, Gegenwehr zu üben, soll ihm die Schulter ausgekegelt worden sein. Die damals zugefügten Verletzungen sollen derart schwerwiegend sein, dass sie bis heute schlimme Bescherden verursachen.

Jugendpsychiater Friedrich forderte bereits 2003 Untersuchungskommission
Am Dienstag beginnt nun der Zivil-Prozess (Streitwert: 410.000 EUR) gegen das Stift und die beiden Ordensmänner, die vom zuständigen Bischof Kapellari bis vor kurzem noch in Amt und Würden belassen wurden – und dass obwohl sowohl der Bischof, als auch Kardinal Schönborn seit Jahren über die Anschuldigungen informiert worden waren. Jetzt erst – knapp vor Prozessbeginn – wurde die beiden Priester von Kapellari in vollen Ehren in Pension geschickt. Bisher hatte der Bischof jede Personal-Zuständigkeit abgestritten. Einer neuer Zeuge berichtet unterdessen von einer Selbstmordserie unter den Admont Schülern innerhalb der letzten 30 Jahre – also jenem Zeitraum, in dem die beschuldigten Priester dort in führender Position aktiv waren. Auch der Jugendpsychiater Prof. Max Friedrich hatte 2003 eine Untersuchungskommission zu den besorgniseregenden  Vorkommnissen rund um Stift Admont gefordert – ohne Erfolg.

Auf jahrelange Vertuschung folgt Verjährungseinrede
Das Stift wendet zu Prozessbeginn Verjährung ein – obwohl Kardinal Schönborn seinerzeit beteuert hatte, davon werde man “aus ethischen Gründen” absehen. “Zuerst jahrelang vertuschen und dann Verjährung einwenden – die Skrupellosigkeit der Kirche wäre wieder einmal bewiesen”, ärgert sich Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Er greift die seinerzeitige Forderung von Prof. Max Friedrich auf: “Wir fordern endlich eine Untersuchungskommission, auch  zu den Vertuschungen von Stift Admont. Diese Priester hattten bis zu ihrer heurigen Pensionierung auch Kontakt mit Kindern. Das Vorgehen des Stifts ist bezeichnend: Es ist einer der größten Wald- und Grundbesitzer des Landes und verfügt über ein enormes Vermögen.  Wenn es aber Betroffene von sexuellen Gewaltakten entschädigen soll, versucht es die Verantwortung auf den Staat als Geldgeber der Schule abzuwälzen und schickt die beschuldigten Patres in die Deckung durch Pensionierung“ so  Rothwangl.

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