Missbrauchsvorwurf kirchliches Gymnasium Schloss Dachsberg: Weiteres Opfer meldet sich, Orden der Oblaten wollen mit Gegenklage Opfer einschüchtern

in Allgemein, Prozesse

(Wien, Linz, 14.4.17, PUR) Das oberösterreichische kirchliche Gymnasium auf Schloss Dachsberg kommt nicht mehr aus den Schlagzeilen. Seit 1999 wurden Missbrauchs- und Gewaltskandale des dortigen Salesianer-Ordnes bekannt, verübt an den Buben jenes Internats, das es dort seit den 20er Jahren gibt. Ein ehemaliger Schüler gab vor einigen Tagen auch körperliche Züchtigung und erzwungenen Oralverkehr von Seiten zweier Patres an – die Verbrechen seien in den 70er Jahren verübt worden, der Mann erkrankte später an Kehlkopfkrebs, psychosomatische Auslöser liegen nahe, er hat nun Klage auf Schadensersatz eingereicht. https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170412_OTS0049/missbrauchsopfer-klagt-kongregation-der-oblaten-des-hl-franz-von-sales-auf-schadenersatz
Mit Faustschlag Tür aus Angeln gerissen
Heute meldet sich ein weiteres Opfer: Der heute 50jährige gibt an, in den 80er Jahren massiver körperlicher Gewalt von Seiten zweier Patres ausgesetzt gewesen zu sein:“Eine Tür wurde durch die Wucht eines Faustschlags von Pater E. in mein Gesicht aus den Angeln gerissen und landete samt mir am Gang.” Hämatome und Mundwinkeleinriss waren die Folge. “Wegen angeblichem Schummelns musste ich im Winter im Pyjama am Gang sitzen, Gewalt war an der Tagesordnung – weit mehr als nur Ohrfeigen.”
Einschüchterung mit Gegenklage

Indes überlegt der Salesianer-Orden nun eine Gegenklage, weil der Vorwurf  “nicht haltbar” sei, wie die Oblaten gegenüber der APA erklären. Man habe dem Opfer eine Konfrontation in Anwesenheit zweier “neutraler Personen” angeboten, so der in Wien ansässige Provinzial des Ordens der Oblaten, Thomas Vanek – das Angebot sei nicht angenommen worden. Das empört Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt: “Die angeblich neutralen Personen waren Kirchenangestellte. Die Kirchenbrüder wollen das krebskranke Opfer mit Gegenklagen nun einschüchtern, statt die Beschuldigten vom Dienst zu suspendieren. Die Beschuldigten werden von der Kirche gedeckt, es ist immer das gleiche Muster”, so Rothwangl.
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(PM) Missbrauchsopfer klagt Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales auf Schadenersatz

in Allgemein, Prozesse

Trotz jahrelangem Missbrauch u.a. in „Religions-Nachhilfestunde“: Kircheneigene Klasnic Kommission hatte nur Almosen für Opfer übrig.

(Wien, 12.4.17, PUR) Ein neuer Fall von sexuellem Missbrauch bringt die katholische Kirche in Bedrängnis: Der ehemalige Schüler besuchte in den 70er Jahren das Dachsberger Gymnasium der Oblaten des hl. Franz von Sales. In den Jahren 1976 bis 1978 sei er Opfer regelmäßiger körperlicher und sexueller Gewalt zweier Pädagogen der Schule geworden. Im Alter zwischen 9 und 12 Jahren habe er regelmäßige orale Vergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe sowie Schläge durch Pater Josef P. und Pater Josef B. über sich ergehen lassen müssen. Beide waren als Lehrer und Erzieher an der Schule tätig, letzterer sogar als Rektor. Sie seien äußerst brutal vorgegangen und hätten einander bezüglich der Vorwürfe gedeckt.

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Wenn der Priester übergriffig wird

in Missbrauch, Video Beitrag

SRF: Sternstunde Religion: Sonntag, 26. März 2017, 10:00 Uhr
Wiederholung am: Samstag, 1. April 2017, 7:45 Uhr, SRF info

Video Online Stream:
https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-religion/wenn-der-priester-uebergriffig-wird

Amira Hafner-Al Jabaji spricht in der Sternstunde Religion mit Bischof Felix Gmür, der Theologin Monika Schmid und dem Therapeuten Nico Bischoff.

Artikel zum Thema

Sexueller Missbrauch: Die Erinnerung kommt in Fetzen zurück

Wer als Kind sexuell missbraucht wurde, trägt die Folgen ein Leben lang. Einige schaffen es, später ein gutes Leben zu führen, andere zerbrechen daran. Wie funktioniert das Trauma-Gedächtnis?

http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/sexueller-missbrauch-die-erinnerung-kommt-in-fetzen-zurueck

Journalist wirft Vatikan Vertuschung von Missbrauchsskandalen vor

in Filme, Bücher, Musik, Presse

diepresse.com, 16.01.2017, APA

Hohe Geistliche an der Seite des Papstes seien involviert, schreibt Enthüllungsjournalist Fittipaldi in seinem neuen Buch. Es handle sich um 1200 Fälle in drei Jahren.
Der Enthüllungsjournalist Emiliano Fittipaldi wirft dem Vatikan in seinem am Donnerstag erscheinenden Buch „Lussuria“ (Unzucht) vor, unzählige Missbrauchsskandale in der italienischen Kirche gedeckt zu haben. Die Skandale seien auch von hohen Prälaten an der Seite von Papst Franziskus verheimlicht worden, kritisierte Fittipaldi.

Zum Artikel: diepresse.com

Das ist ein Skandal!

in Betroffene berichten, Video Beitrag

In dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ (ORF) geht es um ein dramatisches Schicksal.
Um die Aufarbeitung einer dunklen Vergangenheit im kirchlichen Milieu.

Andreas Ulrich kämpft um sein Erbe mit seinem Vater, ein Priester in St. Wolfgang.
Es geht ihm aber weniger um das Materielle, sodern um Versöhnung.

Missbrauch: Bures/Schönborn Veranstaltung eine „Geste der Verantwortungslosigkeit“

in Pressemeldung, Veranstaltung

Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt kritisiert parlamentarische Gedenkveranstaltung und kündigt Protestaktion an.
Wien (OTS) – Eine sogenannte “Geste der Verantwortung” zur sexuellen Gewalt durch Kirche und Staat haben Kardinal Schönborn und Parlamentspräsidentin Doris Bures für den 17.11 im Parlament angekündigt. Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt forderte mehrfach, diese Veranstaltung, bei der die Opfer nicht mal selbst nicht zu Wort kommen, abzusagen. „Kardinal Schönborn hat seit Aufkommen der Kirchenmissbrauchsskandale die Täter vertreten, indem er die Klasnic-Kommission installiert hat. Diese hat die Opfer mit Almosen abgespeist und hält die Daten der Täter bis heute unter Verschluss“ kritisiert Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. „Schönborn ist bei dieser Veranstaltung Tätervertreter – eine echte Geste der Verantwortungslosigkeit“ so Rothwangl. Er kündigt eine Protestaktion am selben Tag an: „Wir werden unseren Kardinal-Schlitten fein herausputzen, um 16.00 beim Bundeskanzleramt auffahren und zeigen, dass wir mit unseren Anliegen gehört werden wollen.“ 
http://www.ots.at/redirect/kirchen-privilegien

Schönborns leere Versprechen
Auch habe Schönborn damals, beim Aufkommen der Kirchenskandale, Verjährungsverzicht angekündigt, damit die Justiz die Täter, deren Verbrechen Jahrzehnte zurück liegen, zur Verantwortung ziehen kann. „Dieses Angebot war jedoch ein leeres Versprechen“, zeigt sich Rothwangl enttäuscht. Außerdem sei Schönborn selbst in die Skandale involviert, denn auch er habe persönlich Täter durch Nichthandeln gedeckt, indem er eine Frau, die sich hilfesuchend an ihn wandte, trotz Versprechen nicht half. 
https://www.youtube.com/watch?v=lxkzgmGM-2k
Alt-BP Fischer zeigt nur Desinteresse
Nun möchte Parlamentspräsidentin Bures einen Schlussstrich unter das leidige Thema ziehen und so die staatliche Verantwortung abgeben, moniert Rothwangl: „Wir fordern, dass der Staat seine Verantwortung wahrnimmt und eine staatliche Kommission zur Aufklärung der Gewalt-und Sexualverbrechen einsetzt.“ Dass der Staat das Thema nur noch totschweigen will, wird auch durch die Haltung von Altbundespräsident Fischer deutlich, der während seiner Amtszeit nie bereit war, sich mit den Betroffenen an einen Tisch zu setzen („hatte vorher keine Zeit“). Die Klasnic-Kommission zeichnete er mit dem goldenen Verdienstzeichen der Republik aus. 
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160423_OTS0031/
Erst nach seiner Amtszeit, am 14.11.16, hat Fischer die Plattform -lang nach Ende seiner Amtszeit – empfangen, doch das Gespräch dauerte nur knappe 10 Minuten und war von Unverständnis und Desinteresse von Fischers Seite getragen.
Missbrauchs-Doku: „Die Kinder lassen grüßen“
Wie die Kirche an den Vertuschungen beteiligt war und wie der Staat die Schutzinteresse der Kinder vernachlässigt hat, zeigt die aktuelle Filmdoku „Die Kinder lassen grüßen“. Neun Betroffene schildern in nie dagewesener Offenheit, was ihnen angetan wurde.
Trailer: http://die-kinder-lassen-gruessen.at/#trailer
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Die Kinder lassen grüßen

in Allgemein, Filme, Bücher, Musik

Diesen Samstag und Sonntag im Top-Kino:
Ein Dokumentarfilm von Patricia Marchart
„DIE KINDER LASSEN GRÜSSEN“
http://die-kinder-lassen-gruessen.at/

Samstag, 19.11., 16:00
Sonntag, 20.11., 15:00
Top-Kino: 1060, Rahlgasse 1

St. Pöltner Heimskandal ein Kirchenskandal?

in Pressemeldung

Kardinal Schönborn ist für dieses „Haus der Barmherzigkeit“ verantwortlich
Wien (OTS) – Die aufgedeckten Vorkommnisse sind schockierend: 
Pflegebedürftige sollen gezwungen worden sein, Kot zu essen, einem anderen wurde Alkohol auf Genitalien und in die Augen gerieben. Was bisher jedoch in der medialen Berichterstattung unerwähnt blieb, ist die Tatsache, dass es sich um eine katholische Einrichtung handelt. „Dieses sogenannte Haus der Barmherzigkeit untersteht dem Erzbischof von Wien, also Kardinal Schönborn“, betont Christian Fiala von der Initiative gegen Kirchenprivilegien. „Es ist beklemmend, wie kirchliche Einrichtungen mit Schutzbefohlenen und Hilfsbedürftigen umgehen. Kommt nach den Missbrauchsskandalen der letzten Jahre nun ein Pflegeskandal in katholischen Einrichtungen?“ fragt Fiala. „Wir fordern hier eine lückenlose Aufklärung. Das Vertuschen von Gewaltverbrechen durch die römisch katholische Kirche muss endlich ein Ende haben“.
Wie es Kindern in katholischen Erziehungseinrichtungen erging, zeigt demnächst die Doku „Die Kinder lassen grüßen“ 
http://die-kinder-lassen-gruessen.at/#trailer

Beschwerde gegenüber Radio Ö1

in Presse

Wir ersuchen um Unterstützung unserer Beschwerde gegenüber dem Radiosender Ö1.
Bitte das PDF runterladen und die unterschriebene Beschwerde an uns bis spätestens 3.11.2016 weiterleiten.
info@betroffen.at

Vielen herzlichen Dank,
Sepp Rothwangl (Obmann)

Beschwerdetext im vollem Wortlaut

Filmpremiere: „Die Kinder lassen grüßen“ – Missbrauchsopfer der Kirche klagen an 

in Allgemein, Filme, Bücher, Musik, Pressemeldung

Berührender Dokumentarfilm zeigt Leben von neun Betroffenen zwischen Ohnmacht, Wut und Hoffnung.

(Wien, 13.10.16, PUR) Erstmals in Österreich sprechen Menschen, die von Priestern und Nonnen missbraucht wurden, offen über das, was ihnen angetan wurde. Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, ihre Familien erfahren mitunter zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Nach zweijähriger Drehzeit liegt ein Sittenbild der Gewalt, Vertuschung und der Heuchelei vor, ein Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit, von dem rd. 16.000 Menschen betroffen sein dürften. Der sexuelle Missbrauch durch Kirchenangehörige bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft.

„Jetzt bin ich kein Opfer mehr“
„Als wir die Idee zu diesem Film hatten, war unklar, ob wir überhaupt Menschen finden würden, die vor der Kamera darüber sprechen können, was ihnen angetan wurde“, erinnert sich Filmregisseurin Patricia Marchart. „Doch in kürzester Zeit meldeten sich so viele, dass wir nicht allen zusagen konnten. Niemand wollte die angebotene Anonymität annehmen. Jeder hatte bis zum Schluss die Möglichkeit, sein Filmmaterial zurückzuziehen, was aber kein einziger tat.“ „Meine eigene Geschichte kann ich nach Jahrzehnten nun endlich auf die Reihe kriegen, mit hunderten Seiten Akten belegen, doch die Jahre sind gelebt und meine Kraft hätte für schönere Themen verwendet werden können“ resümiert Inge Killmeyer im Interview bitter. Ein Film, der nicht nur anklagt sondern der auch Hoffnung gibt: „Ich habe alles gesagt, ich bin jetzt kein Opfer mehr“, sagt Joe Auer.

Unheilige Allianz
Nach wie vor werden die Täter von der Kirche gedeckt oder gar versteckt, nach wie vor besteht eine unheilvolle Allianz zwischen Kirche und Staat. Trauriger Höhepunkt ist eine sogenannte „Geste der Verantwortung“, mit der Parlamentspräsidentin Bures und Kardinal Schönborn als Vertreter der Täterorganisation am 17.11 im österreichischen Parlament einen endgültigen Schlussstrich unter ein für die Kirche unangenehmes Thema ziehen möchte. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161011_OTS0079/verantwortung-statt-geste-der-verantwortung 

www.die-kinder-lassen-gruessen.at

„Die Kinder lassen grüßen“, 122 min
Premiere: 10.11.2016, Urania Kino, Urania Straße 1, Wien, 20.15
Trailer: http://die-kinder-lassen-gruessen.at/#trailer
Factsheet: http://die-kinder-lassen-gruessen.at/presse/
www.die-kinder-lassen-gruessen.at

Im Vorfeld der Premiere stehen die Protagonisten des Films sowie die Filmemacherin für Interviews zur Verfügung.

Presse-Rückfragen+Anmeldung: PURKARTHOFER PR, Mag. Jakob Purkarthofer, +43-664-4121491, email: info@purkarthofer-pr.at

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