Missbrauch: Stift  Mehrerau zahlt Betroffenen Rekordsumme von 250.000!!

in Missbrauch, Prozesse

(Mehrerau, Wien, 20.8.13) An die Öffentlichkeit hätte es nicht gelangen sollen, sogar eine Schweigeklausel wurde vereinbart, nun wurde es aber doch publik: In dem Rechtsstreit zweier Missbrauchsopfer gegen das Bregenzer Kloster Mehrerau wurde nun auch der zweite Kläger entschädigt, ein 46-Jähriger, der als Internatszögling von einem Pater vielfach vergewaltigt wurde. Mit der Ausbezahlung der Rekordsumme von EUR 250.000 wünschte sich das Kloster Stillschweigen. Kein Wunder: Während die kircheneigene und pseudounabhängige Klasic Kommission freiwillig nur wenige tausend Euro Entschädigung zahlt, ist die Kirche dann aber offensichtlich doch bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, wenn es darum geht, ein Gerichtsverfahren zu beenden, welches das ganze Ausmaß der kirchlichen Gewalt und deren Vertuschung an die Öffentlichkeit bringt.

Breite Solidarität  

Sepp Rothwangl, Sprecher Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt freut sich über den Prozessausgang: „Dieses Beispiel wird Schule machen. Viel weniger Fälle als bisher angenommen sind verjährt. Auch ist die Kirche offensichtlich nur durch Klagen bereit, angemessene Entschädigungen zu zahlen. Wir rechnen jedenfalls mit weiteren Klagen, und werden diese, so wie die Gegenständliche, erfolgreich unterstützen.“ Beispielgebend für diesen Prozess war auch die Solidarität der ehemaligen Mitschüler und der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, welche das Prozessrisiko finanziell mitgetragen haben.

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