Kardinal im Zwielicht?

in Presse

Unabhängige Kommission auch zur Prüfung von Schönborns Vorgehensweise gefordert

(Wien, 25.11.10, PUR) Bisher schien Christoph Schönborn im kirchlichen Missbrauchsskandal ein Fürsprecher der Opfer zu sein, doch seit heute haben sich die Hinweise verdichtet, dass auch er womöglich selbst zu den von ihm kritisierten Vertuschern gehört: In der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ erhebt ein ehemaliges Experten-Mitglied der Ombudsstelle der Erzdiözese Wien schwere Vorwürfe gegen Kardinal Christoph Schönborn. Von vielen der heuer öffentlich gewordenen Fälle habe der Kardinal „mit Sicherheit“ gewusst, so wird er im Standard zitiert. ( http://derstandard.at/)

Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt zeigt sich entsetzt: „Österreichs ranghöchster Geistlicher hat nun jegliche Glaubwürdigkeit eingebüßt – immerhin könnte er Täter vor Strafverfolgung geschützt und Opfer um zivilrechtliche Ansprüche gebracht haben. Eine  Beleidigung und Entwürdigung von Betroffenen durch Österreichs wichtigstem Kirchenvertreter“ erklärt dazu Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt.

Der Staat muss endlich handeln
Die Politik wird einmal mehr aufgefordert, eine unabhängige Aufklärungskommission zu schaffen. Denn die vom nun belasteten Kardinal eingesetzte und von der Kirche bezahlte Klasnic-Kommission kann den Opfern keine würdige und gerechte Aufklärung garantieren. Und dies nicht nur, weil die ehemalige Landeshauptfreu Klasnic als Trägerin des päpstlichen „Gregorius-Ordens für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion“ wohl als befangen betrachtet werden muss. Nur eine staatliche Kommission unter Einbindung der Betroffenen und unter Ausschluss der Täter  kann einen kompetenten Beitrag zur Aufarbeitung leisten, auch zur unklaren Rolle von Christoph Schönborn.

Strafanzeige wird geprüft
Aus aktuellem Anlass lässt die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt nun ein strafrechtliches Vorgehen gegen Kardinal Schönborn überprüfen. Außerdem wird an die Justiz appelliert, eine Hausdurchsuchung nach belgischem Vorbild im bischöflichen Palais durchzuführen, um so an geheime kirchliche Missbrauchs-Akten zu gelangen und um so auch Fälle vor einer möglichen Verjährung zu retten. Gegen Tierschützer wird in Österreich mit dem „Anti-Mafia-Paragraphen“ vorgegangen. Gestern sind im Zuge der Präsentation des Berichts der unabhängigen Betroffenen-Hotline skandalöse Fakten zum Ausmaß kirchlicher Gewalt und Vertuschung in Österreich bekannt geworden:  „dies verdient wohl ein mindestens ebenso konsequentes Vorgehen gegen die römisch-katholische Kirche“ so Rothwangl abschließend.

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