(PM) Empörung über Kardinal Schönborns Kirchenaustritts-Nazizeit-Vergleich

in Presse

Kirchenaustritte sind die Konsequenz von kirchlichen Gewaltverbrechen und deren Vertuschung

(Wien, 19.12.10 PUR) Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt ist empört über die jüngsten Aussagen von Kardinal Schönborn. Dieser brachte in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung vom 18.12. die jüngste Kirchenaustrittswelle in Verbindung mit der Nazi-Zeit. Was der Kardinal nicht sagt: Das Gesetz zum Kirchenbeitrag wurde gerade von den Nazis, am 1. Mai 1939 vom damaligen Reichsstatthalter in Österreich, in Kraft gesetzt. Die Kirche profitiert auch heute noch vom nationalsozialistischen Kirchenbeitraggesetz. Basierend auf diesem Gesetz stellt der Staat den christlichen Kirchen seine Infrastruktur auf Kosten der Steuerzahler zur Verfügung, um Beiträge einzuheben. „Kirchenbeiträge sind überdies, auf Kosten der Allgemeinheit – steuerlich absetzbar, eine unzumutbare Bevorzugung für eine Institution, die nun jeden moralischen Anspruch verloren hat“ erklärt dazu die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt.

Zynische Verkehrung von Opfer und Täter
Jahrzehntelanger Missbrauch von Kindern, systematische Vertuschung durch Bischöfe und den Papst und eine kircheneigene Kommission, die die eigenen kirchlichen Vergehen aufdecken soll. Dies alles in einer Kirche, welche sich immer mehr von den Bedürfnissen der Menschen entfernt hat, wie die weltfremde Sexualmoral beispielhaft aufzeigt. Angesichts der Missstände sind immer mehr Menschen mit der katholischen Kirche unzufrieden, setzen ein Zeichen und treten eben aus. – Zivilcourage und soziales Gewissen in Verbindung zu bringen mit dem Nationalsozialismus ist eine Verdrehung der Tatsachen und sehr zynisch“ heißt es dazu von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Gerade Schönborn, der lt. Standard Artikel vom 25.11.10 selbst unter Verdacht steht, von den kirchlichen Gewaltverbrechen gewusst zu haben und womöglich sogar selbst an der Vertuschung beteiligt gewesen ist, hat hier überdies auch kein moralisches Mandat mehr für einen derartigen Vergleich, heißt es von Seiten der Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt.

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