Stiftsleitung von Kremsmünster schützte pädophilen Mitbruder

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Man sei schockiert, Konkretes habe man aber nicht gewusst: Die Verteidigungslinie des Stifts Kremsmünster ist klar definiert – Polizeiliche Akten belegen aber gezielte Vertuschung
„Gerüchte“ habe es gegeben, und es sei aus heutiger Sicht „ein großer Fehler“ gewesen, diesen nicht nachzugehen. Abt Ambros Ebhart gibt diese Antwort gerne auf die heikle Frage, ob man denn tatsächlich nichts von gewalttätigen Übergriffen und dem sexuellen Missbrauch im Internat des Stiftes Kremsmünster mitbekommen habe. Vergangene Woche war es wieder einmal Zeit für die bekannte Rechtfertigung. Der 1200 Seiten starke Gerichtsakt der Staatsanwaltschaft Steyr gelangte an die Öffentlichkeit und offenbart ein Bild des Schreckens. Bis in die 1990er-Jahre soll es im Internat des Stiftsgymnasiums Kremsmünster sexuellen Missbrauch und Gewalt gegeben haben.
Pumpgun-Pater
Mit dem Rücken an der Klosterwand sieht man sich vonseiten der Stiftsleitung zum Handeln gezwungen. Erst jetzt wird Pater A. von allen offiziellen Funktionen im Kloster suspendiert. Die Staatsanwaltschaft Steyr leitet Ermittlungen gegen zwölf Beschuldigte ein.
Übrig geblieben ist ausgerechnet Pater A. Dem übrigens auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz angelastet wird. Denn der scheinbar fromme Mönch liebt nicht nur Kinder, sondern auch Waffen. Eine Pistole und eine illegale Pumpgun wurden beschlagnahmt. Vonseiten des Stiftes konnte, trotz mehrmaliger Versuche, niemand für eine Stellungnahme erreicht werden.
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