Das österreichische Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien steht knapp vor der nächsten Etappe. Bis Freitag den 14.10 liegen die Unterstützungserklärungen auf allen österreichischen Gemeindeämtern auf. Bis dahin können die BürgerInnen unbürokratisch in ihren Heimatgemeinden das Anliegen unterstützen. In Wien ist das auf allen Bezirksämtern möglich.
Das Volksbegehren fordert die Schaffung eines Bundesverfassungsgesetzes:
Zur Abschaffung kirchlicher Privilegien, die gigantische Steuererleichterungen, Subventionen sowie die Finanzierung christlicher Fakultäten, Schulen und Religionsvertreter aus Steuermitteln ermöglichen, im Ausmaß von rund 1 Milliarde EUR jährlich
Für eine klare Trennung von Kirche und Staat: Religion muss Privatsache bleiben
und:
3. Ein Bundesgesetz zur Aufklärung kirchlicher Missbrauchs- und Gewaltverbrechen, für die Installierung einer staatlichen unabhängigen Kommission, die auch die gesellschaftspolitische Dimension der Taten aufarbeitet und an die Betroffenen angemessene Entschädigungen nach irischem Vorbild ausbezahlt.
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ein detailierter Artikel von Alexandra Bader
http://www.ceiberweiber.at
(8.10.2011) Am 6.Oktober am Stephansplatz – Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien, die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt und viele Mitwirkende luden zur “Langen Nacht des Missbrauchs” vor dem Wiener Stephansdom. Von 17.30 Uhr bis 02.30 Uhr wurde den BesucherInnen ein Programm geboten, in dem Statements Betroffener, Analysen, Forderungen, Musik und andere künstlerische Darbietungen einander abwechselten.
Zwar wurde vorab im Internet, auf den Webseiten von Tageszeitungen, auch viel gelästert darüber, wie man etwas “Lange Nacht des Missbrauchs” nennen kann. Das sei doch eine Verhöhnung der Opfer, und auch, dass Kabarett gemacht werden solle. Allerdings kamen viele Betroffene, die sich auch spontan zu Wort meldeten. Mit Zittern in der Stimme, nicht geübt, öffentlich zu reden, schon gar nicht, über entsetzliche Erfahrungen frei zu sprechen standen sie da und alle hörten gebannt zu.
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Bilder und Videos zur Langen Nacht des Missbrauchs finden Sie unter:
nacht.kirchen-privilegien.at
29 Sep, 2011
in Veranstaltung
Do., 6. Oktober 2011, 17:30 – 02:00
Stephansplatz, 1010 Wien
Eintritt frei
Eine Aktion der Inititative Volksbegehren gegen Kirchen-Privilegien
und der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt
Ob in der katholischen Kirche, in staatlichen Heimen oder im familiären Umfeld – Gewalt gegen Schwächere ist immer noch ganz real und allgegenwärtig.
Sie soll und darf kein Thema distanzierter Betrachtungen sein. Darum wenden wir uns mit einer bewusst provokanten AKTIONSVERANSTALTUNG an die Öffentlichkeit – um gemeinsam daran zu erinnern, dass zahlreiche Menschen in diesem Land für die Verharmlosung nach wie vor herrschender Gewaltstrukturen in Staat und Kirche nicht das geringste Verständnis haben.
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Der Exorzismus feiert in der katholischen Kirche eine Wiederauferstehung. Psychisch Kranke müssen darunter leiden
Am Ende war es zu viel des Hokuspokus. Mitte vergangener Woche setzte der Linzer Bischof Ludwig Schwarz den Pfarrer der oberösterreichischen Gemeinde Kopfing, Andreas Skoblicki, ab. Der aus Polen stammende Geistliche, bei dessen Messen es laut seinen Anhängern zu Weinkrämpfen und Christus-Erscheinungen gekommen war, hatte ungetauften Nachwuchs als „Kinder der Sünde“ verdammt und soll die örtliche Schule als „Teufelswerk“ und ihre Lehrer als „vom Satan besessen“ bezeichnet haben.
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Staatliche Aufklärung dringend gefordert
„Obwohl es sehr schmerzhaft für mich war, habe ich den neuerlichen Anforderungen der Klasnic Kommission entsprochen und mich einem psychologischen Clearing-Verfahren gestellt. Nun ignoriert die Kommission das Resultat ihrer eigenen Fachpsychologin, das ist sehr enttäuschend für mich!“ sagt Mirjam, jene Frau, deren Missbrauchsgeschichte vor zwei Monaten großes mediales Aufsehen erregte. Mirjam war als Minderjährige vom Tiroler Franziskanerpater Wolfgang Heiß im Vatikan sexuell missbraucht worden. Später sei sie auch von Leo Maasburg, Leiter der Missio Austria, massiv sexuell missbraucht worden, wie sie sagt. Mit ihm verband sie ein zwei Jahrzehnte langes Abhängigkeitsverhältnis (beruflich, seelisch, emotional). Sie habe sich am Höhepunkt ihrer seelischen Not, im Jahr 1994, an Christoph Schönborn gewandt, damals Weihbischof von Wien. Dieser hätte ihr Hilfe und Intervention bei Maasburg zugesagt, anscheinend jedoch nie etwas unternommen, mit Hinweis auf ein angebliches „Beichtgeheimnis“. Monsignore Maasburg selbst hat alle Vorwürfe, trotz dessen das ihn ein Clearingbericht schwer belastet, abgestritten. Vor kurzem hat er ein in Fachkreisen heftig kritisiertes „Ferngutachten“ vorgelegt, in welchem ein Psychiater Mirjam eine Borderline Störung attestiert, ohne sie je persönlich getroffen zu haben.
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22 Sep, 2011
in Veranstaltung
Erste konzertante-pianistische Buchpräsentation mit Publikums- Podiumsdiskussion
am Freitag, 23. September 2011, um 19:00 Uhr
Mag. Dr. Rainer KÖNIG-HOLLERWÖGER (Hrsg.)
Verlag Der Apfel, ISBN 978-3-85450-285-2
im Festsaal des Magistratischen Bezirksamtes 3.Bezirk
1030 Wien, Karl-Borromäus-Platz 3
Eintritt frei
Begrüßung/Eröffnung: Erich Hohenberger, Bezirksvorsteher des 3. Wiener Gemeindebezirkes
Moderation: Mag. Martin Haidinger, Wissenschaftsjournalist im Rundfunk ORF OE1, Historiker, Kabarettist, Autor, Wien
Veranstalter: IPS-WIEN (Institut für Psycho-Soziale Fragen zur Erforschung, Aufarbeitung und Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs)
- Rückenwind für das österr.Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien
- Klage beschuldigt Vatikan-Verantwortliche der ’Verbrechen gegen die Menschlichkeit’
- Betroffene verlangen von Kardinal Schönborn die Öffnung der geheimen Archive
- Niko Alm: Konkordat jetzt kündigen
(Wien, Den Haag, 16.9.11, PUR) Am 13. Septemper hat SNAP, die internationale Organisation der Betroffenen von Missbrauch durch die Kirche, sowie die US-Menschenrechtsorganisation Center for Constitutional Rights (CCR) den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) offiziell aufgefordert, Ermittlungen gegen den Vatikan wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten. SNAP-Mitglieder aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden und den USA reisten für ein Treffen mit dem Strafgerichtshof nach Den Haag. Konkret soll sich der Papst und drei weitere hochrangige Vatikan-Verantwortliche als Vorgesetzte der Täter vor Gericht rechtfertigen. Nachweisbar sind die systematische Vertuschung durch Joseph Ratzinger, dem jetzigen Papst und andere hochrangige Vertreter des Vatikan. Dokumente aus dem Besitz von Kirchenvertretern, die im Rahmen von Gerichtsverfahren und Untersuchungskommissionen ausgehändigt wurden, enthüllen ein Systemvon Verschwiegenheit, in dem die Sorge um das Ansehen der Kirche über allem anderen stand – auf Kosten der körperlichen und seelischen Gesundheit und sogar des Lebens von Kindern und schutzbedürftigen Erwachsenen.
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Zwei US-Organisationen wollen den Papst und drei Kardinäle vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zerren. Der Vorwurf: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Auch Österreicher sollen sich an der Klage beteiligen.
Den Haag – Die Klage ging am 13. September beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein. 20.000 Seiten umfasst das Dokument, das der Klagschrift beigelegt ist und beweisen soll, dass vier Menschen in unzähligen Fällen für „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verantwortlich sein sollen.
Brisant ist das Quartett, das sich – nach dem Willen der Verfasser der Klagsschrift – in Den Haag vor Gericht verantworten sollen. Die Klage richtet sich gegen den Papst und drei Kardinäle.
>> Tiroler Tageszeitung (gesamter Artikel)
Die Initiatorinnen der Klage aus den USA zu Gast in Wien
In Den Haag beantragen SNAP – die weltweite Vereinigung “Überlebender sexualisierter Gewalt“ und das Center for Constitutional Rights (CCR) in einer umfangreichen Klagsschrift, dass führende Vatikanmitglieder wegen Vergewaltigung, sexueller Gewalt und Folter vor Gericht gestellt werden, in ihrer Funktion als Vorgesetzte und Ermöglicher für auf der ganzen Welt begangene Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auf ihrer Europa Tournee informiert SNAP über Details und Hintergründe der Klage, über die weltweite Vernetzung von Missbrauchsbetroffenen und die geplante Zusammenarbeit mit österreichischen Betroffenen.
Am Podium:
Barbara Blaine, SNAP-Präsidentin und Missbrauchs-Betroffene, USA
Rita Milla, SNAP-Mitglied und Missbrauchs-Betroffene, USA
Katherine Gallagher, leitende Menschenrechts-Anwältin (Center for Constitutional Rights, USA)
Sepp Rothwangl, Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt
Niko Alm, Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien
www.CCRjustice.org, www.kirchen-privilegien.at, www.snapnetwork.org
Freitag 16.9.2011, 9.30
Cafe Prückel, Stubenring 24, 1010 Wien
Presse-Rückfragen+Anmeldung (erforderlich):
FJ PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at